Archon apollinus (Osterluzei-Apollo, False Apollo)

Archon apollinus, auch als Osterluzei-Apollo oder False Apollo bezeichnet ist ein besonderer Schmetterling der Paläarktis (Schwerpunkt Asien). Die Erstbeschreibung erfolgte 1789 durch Herbst. Mit einer Flügelspannweite von 4,5 – 5,5 cm ist der Osterluzei-Apollo ein kleiner Vertreter der Papilionidae. Der Schmetterling hat durchsichtige, farblose Flügel, mit schwarzer, roter und blauer Zeichnung darauf.



Detailierte Bilder zur Bestimmung des Schmetterlings

Photo © by Mario Maier ([email protected])
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Abgebildet ist das Weibchen von Archon apollinus (Osterluzei-Apollo, False Apollo). Archon apollinus gehört zu den Papilionidae / Ritterfalter der Paläarktis (Schwerpunkt Asien).


Beschreibung

Die Vorderflügel des Schmetterlings sind grundsätzlich farblos und durchsichtig. Am vorderen Rand des Flügels sind zwei große, dominante, schwarze Flecken zu sehen. Der Rand selbst ist mit zahllosen kurzen, schwarzen Streifen versehen. Im äußeren Teil des Flügels verläuft eine Reihe kleiner, dunkler Flecken, die auch teilweise rot enthalten, oder ganz fehlen können. Der restliche Flügel ist mehr oder weniger mit hellen, schmalen, kurzen Streifen gemustert.
Die Unterseite des Osterluzei-Apollos ist identisch zur Oberseite.

Die Hinterflügel von Archon apollinus sind grundsätzlich sehr hell und durchscheinend. Am hinteren Rand verläuft eine Reihe schwarzer Flecken, die einen blauen Kern enthalten. Daran schließen sich kräftig rot gefärbte Bereiche an. Der restliche Flügel ist von einer hellen Gelbfärbung bedeckt.
Die Unterseite ist in einem hellen Gelb gehalten. Am Rand verläuft eine Reihe an roten Bogenflecken. In Körpernähe ist der Flügel von kurzen, schwarzen Streifen bedeckt.
 
Der Körper des Schmetterlings ist von oben gesehen dunkel und stark behaart. Die Unterseite ist orange.

Geschlechtsunterschiede: Das Männchen ist noch etwas farbloser als das Weibchen. Die Zeichnung der Vorderflügel des Männchens ist im Grunde auf die zwei großen, schwarzen Flecken reduziert. Die Hinterflügel tragen weniger Rot.


Verbreitung

Der Osterluzei-Apollo, Archon apollinus ist in der Paläarktis (Schwerpunkt Europa und Asien) beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Griechenlandüber die Türkei bis in den Iran, wodurch sein Verbreitungsschwerpunk in Asien ist.


Diese Weltkarte zeigt die zoogeographischen Zonen, in denen die jeweilige Spezies beheimatet ist.

Flugzeit

Der Osterluzei-Apollo ist im nördlichen Verbreitungsgebiet von März bis April anzutreffen. Im Süden dagegen von Dezember bis Februar.


Futterpflanzen

Osterluzeiarten (Aristolochiaceen)


Allgemeines

Die Erstbeschreibung des Schmetterlings erfolgte 1789 durch Herbst. Es sind keine Unterarten dieses interessant gezeichneten Tagfalters bekannt. Der Osterluzei-Apollo bildet zusammen mit dem nah verwandten Archon apollinaris [Staudinger, 1892] eine eigene Gruppe.
Die Ausprägung und Anzahl der schwarzen bzw. roten Flecken ist variabel.
Die grünen Eier werden einzeln auf der Futterpflanze abgelegt. Die Raupe ist braunschwarz und trägt viele stachelige Warzen, die orange eingefärbt sind. Die Raupen können auch zusätzlich gelbweiße Punkte aufweisen. Die Metamorphose findet in einer Gürtelpuppe statt. Die Art überwintert als Puppe.


Photo © by Mario Maier ([email protected])

Hier ist noch die Unterseite vom Osterluzei-Apollo zu sehen.


Schutzbestimmungen

Ähnliche bzw. nah verwandte Schmetterlinge

Parnassius mnemosyne [Linnaeus, 1758] (Schwarzer Apollo, Le semi-apollon, Clouded Apollo)


Beobachtungstipp

Der Falter ist bei genauerer Betrachtung unverkennbar. Als potentielle Verwechslungsgefahr kann aber der Parnassius mnemosyne [Linnaeus, 1758] (Schwarzer Apollo) genannt werden.
Die Falter sind für Fressfeinde wie Vögel ungenießbar und tragen daher ihre rote Warnzeichnung offen zur Schau.


Wissenschaftlicher Name

Archon apollinus Herbst 1789


Andere Namen

 Osterluzei-Apollo
 False Apollo


Klassifizierung / Taxonomie / Stammbaum

Zum Stammbaum (Genus: ARCHON)...


Zoogeographische Zuordnung

Paläarktis (Schwerpunkt Asien)

  

 

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