Allancastria cerisyi (Östlicher Osterluzeifalter, Eastern Festoon)
Allancastria cerisyi, auch als Östlicher Osterluzeifalter oder Eastern Festoon bezeichnet ist wie die anderen Osterluzeifalter ein überaus bezaubernd gezeichneter Schmetterling der Paläarktis (Schwerpunkt Asien). Die Erstbeschreibung erfolgte 1824 durch Godart. Mit einer Flügelspannweite von 4,5 – 5,5 cm ist der Östliche Osterluzeifalter ein kleiner Vertreter der Papilioidae. Der Schmetterling hat eine weiß bis gelbliche Grundfärbung, mit schwarzer und roter Zeichnung darauf. Die Hinterflügel tragen kurze Schwanzfortsätze.
Detailierte Bilder zur Bestimmung des Schmetterlings
Abgebildet ist das Weibchen von Allancastria cerisyi (Ötlicher Osterluzeifalter, Eastern Festoon). Allancastria cerisyi gehört zu den Papilionidae / Ritterfalter der Paläarktis (Schwerpunkt Asien).
Beschreibung
Die Vorderflügel des Schmetterlings sind grundsätzlich weiß bis hellgelb gefärbt. Der Flügelrand ist schwarz eingefärbt. Dem Verlauf des äußeren Randes folgend ziehen sich zwei reihen schwarzer, unregelmäßiger Flecken über den Flügel. Am vorderen Rand sind der Reihe nach große, schwarze Flecken zu erkennen. In Körpernähe ist der Flügel schwarz.
Die Unterseite des Östlichen Osterluzeifalters ist deutlich heller eingefärbt. Hier sind alle schwarzen Zeichnungen stark zurückgedrängt. Einzig die Flecken am Vorderrand des Flügels sind deutlich zu erkennen.
Die Hinterflügel von Allancastria cerisyi sind grundsätzlich weiß bis hellgelb eingefärbt und tragen kurze Schwanzfortsätze. Der Flügelsaum ist schwarz und beinhaltet angedeutete, weiße Bogenflecken und blaue Punkte. Ein Stück weiter innen reihen sich dann große, rote Punkte. Ein isolierter roter Punkt befindet sich am vorderen Rand und ist nahezu immer von den Vorderflügeln verdeckt. In der Mitte des Flügels sind noch schwarze Flecken zu sehen.
Die Unterseite ist in weiß bis hellgelb gehalten. Alle Zeichnungen der Oberseite, bis auf die blauen Punkte, sind auch hier vertreten. Die großen, roten Punkte sind deutlich zu erkennen und dominant.
Der Körper des Schmetterlings ist von oben gesehen dunkel, trägt jedoch auf der Seite Querstreifen in orange.
Geschlechtsunterschiede: Keine Unterschiede, beide Geschlechter tragen die gleiche Flügelzeichnung, jedoch besitzt das Weibchen mehr Schwarz auf den Flügeln.
Verbreitung
Der Östliche Osterluzeifalters, Allancastria cerisyi ist in der Paläarktis beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Griechenland über Rumänien rund ums Schwarze Meer und ostwerts über die Türkei bis in den Iran. Daher kann der Verbreitungsschwerpunkt für Asien festgelegt werden.
Flugzeit
Der Östliche Osterluzeifalters ist von April bis Juni anzutreffen.
Futterpflanzen
Osterluzeiarten (Aristolochiaceen)
Allgemeines
Die Erstbeschreibung des Schmetterlings erfolgte 1824 durch Godart. Es sind einige Unterarten dieses prächtigen Tagfalters bekannt.
- Allancastria cerisyi dalmacijae [Sala & Bollino, 1994]
- Allancastria cerisyi ferdinandi [Stichel, 1907]
- Allancastria cerisyi huberi [Sala & Bollino, 1994]
- Allancastria cerisyi mihljevici [Sijaric, 1990]
Die Ausprägung und Anzahl der schwarzen bzw. roten Flecken ist variabel.
Die Eier werden einzeln auf der Futterpflanze abgelegt. Die Raupe ist weißlich und trägt viele stachelige Warzen, die orange und schwarz eingefärbt sind. Die Metamorphose findet in einer Gürtelpuppe statt. Die Art überwintert als Puppe.
Das Verbreitungsgebiet überschneidet sich teilweise mit einem nahen Verwandten, dem Osterluzeifalter, auch Southern Festoon genannt. Dieser Zerynthia polyxena ist dem Östlichen Osterluzeifalter sehr ähnlich jedoch können folgende Kriterien zur Unterscheidung herangezogen werden:
- Grundfarbe: Allancastria cerisyi ist deutlich heller, fast weiß gefärbt.
- Schwanzfortsatz: Nur beim Östlichen Osterluzeifalter vorhanden
Hier ist noch ein weibliches Exemplar vom Östlichen Osterluzeifalter zu sehen.
Hier ist noch ein männliches Exemplar vom Östlichen Osterluzeifalter zu sehen.
Schutzbestimmungen
- CITES: (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora):
-kein Eintrag- (Stand: 23.06.2005) - EU Verordnung zur Handelsregelung mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten:
-kein Eintrag- (Stand: 19.08.2005) - IUCN Rote Liste bedrohter Arten:
-kein Eintrag- (Stand: 2004) (Siehe: www.redlist.org/) - Rote Liste gefährdeter Tiere Österreichs:
-nicht heimisch- (Siehe: www.roteliste.at/) - Wiener Landesregierungs Verordnung:
-nicht heimisch- (Siehe: www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/l4800200.htm)
Ähnliche bzw. nah verwandte Schmetterlinge
Zerynthia polyxena [Denis & Schiffermüller, 1775] (Osterluzeifalter, Southern Festoon)
Zerynthia rumina [Linnaeus, 1758] (Westlicher Osterluzeifalter, Spanish Festoon)
Beobachtungstipp
Die Falter sind für Fressfeinde wie Vögel ungenießbar und tragen daher ihre rote Warnzeichnung offen zur Schau. Der Flugstil ist ruhig und langsam, aber aufgrund ihrer Ungenießbarkeit ist keine Eile geboten.
Wissenschaftlicher Name
Allancastria cerisyi Godart 1824
Andere Namen
Östlicher Osterluzeifalter
Eastern Festoon
Klassifizierung / Taxonomie / Stammbaum
- Reich: ANIMALIA
- Stamm: ARTHROPODA
- Klasse: INSECTA
- Ordnung: LEPIDOPTERA
- Unterordnung: DITRYSIA
- Überfamilie: PAPILIONOIDAE
- Familie: PAPILIONIDAE
- Unterfamilie: PARNASSIINAE
- Tribus: ZERYNTHINI
- Gattung: ALLANCASTRIA
- Art-Epipheton: CERISYI
Zum Stammbaum (Genus: ALLANCASTRIA)...
Zoogeographische Zuordnung
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